Tetanus und Notfallversorgung von kleineren Wunden
Tetanus-Erreger sind anaerobe Bakterien, das heißt, sie vermehren sich nur unter Sauerstoffabschluss, was bedeutet: Nur tiefe, nicht blutende Wunden, Wunden an die kein Sauerstoff gelangt, sind gefährdet.
Ein lesenswerter Artikel in den IMPFNACHRICHTEN heißt: „Wo bleiben die Tetanustoten?“
„(...) mind. 2% aller Kinder eines jeden Jahrgangs sind gänzlich ungeimpft, weil die Eltern gegen alle Impfungen sind. Jedes Jahr werden in Deutschland ca. 750000 Kinder geboren. Davon werden jedes Jahr mindestens 15000 Kinder gar nicht geimpft, auch nicht gegen Tetanus. In Deutschland leben mindestens
225000 Kinder, die zwischen 0 und 15 Jahre alt sind und niemals gegen Tetanus geimpft wurden“
(Quelle: IMPFNACHRICHTEN 2/2003)
Es gab aber schon seit mehr als 20 Jahren keine tetanuskranken Kinder mehr.
(Quelle: IMPFNACHRICHTEN 2/2003)
Die Tetanus-Impfung richtet sich nur gegen das Toxin, nicht gegen den Erreger.
Nur durch einen chemischen Trick, die Bindung der wirksamen Bestandteile des Impfstoffes an Aluminiumhydroxid, wird erreicht, dass der Körper das „Impfgift“ nicht wieder ausscheidet, sondern eine lang andauernde Antitoxinzirkulation im Blut („Impfschutz“) zulässt. Es wird ein latenter Vergiftungszustand provoziert.
Natürlicherweise würde nämlich der Körper nach einer Tetanus-Infektion alle überflüssigen Antitoxine, die er zum Selbstschutz gebildet hatte, wieder ausscheiden. Nach durchgemachter Tetanus-Erkrankung besteht keine Immunität.
Wie ist die Wirkung des Tetanus-Impfstoffes also zu erklären, wenn doch Tetanus natürlicherweise keinen Schutz hinterlässt?
Erklären lässt sich nur der Nachweis der Antikörper im Blut:
Ein Tetanus-Adsorbatimpfstoff, beispielsweise Tetanol, enthält Aluminiumhydroxid als Adjuvans.
Adjuvanzien sind laut medizinischem Wörterbuch:
„(...) 1. Bestandteil einer Arznei, der die Wirkung des Hauptmittels verstärkt (...). 2. Verstärker immunogener Wirkung von Antigenen. (...) Aluminiumverbindungen (...) ergeben durch Kopplung mit Impfantigenen sog. Adsorbatimpfstoffe, deren immunpotenzierende Wirkung durch entstehende Impfstoffdepots erklärt wird,
aus denen das Antigen verzögert zur Resorption freigesetzt wird“ (Quelle: Wörterbuch der Medizin, Ullstein/Mosby-Verlag, 15. Auflage, 1992, S. 2086)
Aluminiumhydroxid ist eine Metallverbindung, die vom Körper nicht verstoffwechselt wird und damit dort verbleibt und abgelagert wird.
Daraus erklärt sich, dass der Körper gezwungen ist, ein Antitoxin zu bilden, solange, wie das an Aluminiumhydroxid gebundene Antigen im Körper vorhanden ist.
Es finden sich also nach Impfungen Bestandteile im Blut, die vorher nicht da waren. Diese sind bei Tetanus-Geimpften auch nach Jahren noch zu finden. Sie werden als „Antikörper-Titer“ gemessen.
Das ist eine Tatsache. (Ob der Titer am Ende etwas über den Schutz aussagt, ob die Nachweismethoden fragwürdig sind, was zu der Antikörperbildung geführt hat, und was überhaupt das ist, was als Antikörper im Blut gemessen wird, sind Fragen, die in den ersten Kapiteln dieses Heftes bereits aufgeworfen wurden und
alle nicht 100%-ig geklärt sind.)
Diese Erklärung bedeutet nicht, dass die Tetanus-Impfung vor Tetanus schützt.
Es besteht eine weit größere Gefahr von schweren Komplikationen durch unsachgemäße und unzureichende Wundreinigung als durch das Risiko der Besiedlung einer Wunde mit Tetanus-Erregern. Gefahr besteht auch durch Überimpfen, also das zu schnell aufeinander folgende Impfen gegen Tetanus. Es wurde beobachtet, dass in zu kurzen Abständen hintereinander Geimpfte vermehrt mit tetanusartigen Symptomen reagierten.
Homöopathen beschreiben gute Heilungserfolge auch bei ausgebrochenem Tetanus.
(Quelle: Roy, Carola und Ravi „Kinder mit Homöopathie behandeln“, Knaur 2000, S. 265; simila, Zeitschrift für Klassische Homöopathie, Nr. 31, 4/99, S. 34)
Besonders in den Kindereinrichtungen hat man irrtümlicher Weise oft Angst, ein ungeimpftes Kind benötige besondere Betreuung und Aufmerksamkeit. Wenn ein Unfall geschieht, ist das Personal verpflichtet, in jedem Fall sofort die Eltern zu informieren und eine ordentliche Wundreinigung durchzuführen oder zu veranlassen.
Die Gefahr einer Sepsis durch Verunreinigung der Wunde ist bedeutend größer! Dann können die Eltern über das weitere Verfahren entscheiden. Sind die Eltern nicht erreichbar, ist dies, den Tetanus betreffend, auch noch kein Grund zur Panik. Es muss ein Arzt informiert werden, der dann die Wunde und das Tetanus-Risiko beurteilen kann.
Ein Tetanus-Erreger gibt sein Toxin nicht innerhalb der ersten Stunden ab (Inkubationszeit drei Tage bis drei Wochen). (Quelle: Wörterbuch der Medizin, Ullstein/Mosby-Verlag, 15. Auflage, 1992, S. 2086)
Erst das Toxin aber ist gefährlich. Bei einer wirklich tetanusverdächtigen Wunde kann eine Passivimpfung in Erwägung gezogen werden.
Ein nicht gegen Tetanus geimpftes Kind ist nicht betreuungsbedürftiger als andere Kinder!
Kleine Schürfwunden müssen sowohl bei geimpften als auch ungeimpften Kindern korrekt versorgt werden. Wenn dann die Eltern das Kind abholen, ist immer noch genügend Zeit zu entscheiden, wie weiter verfahren werden soll. Eltern können schriftlich erklären, dass sie dafür die Verantwortung übernehmen, dass ihr Kind nicht geimpft ist. Die Verantwortung für Unfälle in der Betreuungszeit des Kindergartens trägt bei geimpften und ungeimpften Kindern selbstverständlich die Einrichtung.
Für Kindergarten-Fahrten ist es angebracht, den Betreuungspersonen etwas Schriftliches mitzugeben. Dort sollte deutlich vermerkt sein, was im Notfall zu tun ist (z.B. „bei Unfall ohne vorherige Absprache keine Tetanus-Impfung gewünscht“, Erreichbarkeit, evtl. homöopathische Notfallmittel mit kurzen Hinweisen mitgeben). Dasselbe gilt für Klassenfahrten.
(Graf, F. P. „Nicht impfen, was dann?“)
Notfallversorgung von kleineren Wunden:
- Spülen mit H2O2 (Wasserstoffperoxid) 3%, das bringt Sauerstoff direkt an Ort und Stelle und verhindert so die Ausbreitung bzw. Toxinbildung durch den Tetanus-Erreger; Nachspülen mit NaCl (Kochsalz) 0,9%.
- Packen Sie Ihrem Kind ein Notfalltäschchen für den Kindergartenrucksack oder den Schulranzen und tragen Sie selbst immer ein solches bei sich, besonders wenn Sie mit Kindern unterwegs sind. Besorgen Sie sich dafür die homöopathischen Mittel Arnika und Ledum und geben Sie im Fall eines Sturzes mit Wunde
oder einer Stichverletzung davon sofort 5 der entsprechenden Globuli.
Carola und Ravi Roy äußern sich dazu wie folgt:
„Bei jeder Verletzung sollten Sie prophylaktisch innerlich Arnika C200 geben (...)
Sollte es sich bei einer Verletzung um eine nicht blutende Stichwunde handeln,
die besonders gefährdet für Tetanus ist, so geben Sie Ledum C 200.“ (Quelle: Roy, Carola und Ravi „Kinder mit Homöopathie behandeln“, Juni 2000, S. 265)
- Größere Wunden müssen chirurgisch versorgt werden.
Die Frage nach einer Tetanus-Impfung kann auch in aller Ruhe entschieden werden, wenn die Wunde chirurgisch versorgt ist.
Sollte es nach einer bewussten Ablehnung der Impfung zu Schwierigkeiten seitens des behandelnden Arztes kommen, setzen Sie sich mit einem Anwalt in Verbindung.
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